Erasmus+ Jobshadowing: Ein Blick über den Tellerrand in Jönköping, Schweden
Im Rahmen eines einwöchigen Erasmus-Job-Shadowing in Jönköping, Schweden, konnte ich wertvolle Einblicke in ein Schulsystem gewinnen, das konsequent auf Augenhöhe und individuelle Förderung setzt. Die Atmosphäre ist durch eine bemerkenswerte Ruhe geprägt, die maßgeblich durch die flache Hierarchie und die persönliche Ansprache zwischen Lehrkräften und Schülern gestärkt wird. In den beobachteten Unterrichtsstunden – von der Vorbereitung auf nationale Mathematiktests bis hin zu handlungsorientierten Englischlektionen – fielen besonders die hohe Motivation und die Disziplin der Lernenden auf.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der schwedischen Kollegen liegt auf dem Umgang mit Neurodiversität. Es wird ein individualistischer, ruhiger Ansatz verfolgt, der jedem Kind den nötigen Freiraum und spezifische Unterstützung bietet. Die exzellente Ausstattung der Fachräume für Musik und Kunst sowie die Integration des gemeinsamen Mittagessens als sozialer Lernort unterstreichen den ganzheitlichen Bildungsanspruch. Trotz knapper Budgets für Exkursionen überzeugt das System durch eine starke Gemeinschaftskultur und moderne didaktische Methoden. Diese Erfahrungen bieten wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der eigenen pädagogischen Praxis, insbesondere im Bereich der Inklusion und der Beziehungsarbeit.
Mein Fazit
Ich kehre mit einem Koffer voller Ideen nach Österreich zurück. Besonders die ruhige, wertschätzende Art der individuellen Schülerführung wird mir in Erinnerung bleiben. Wer weiß, vielleicht war es ja nicht der letzte Besuch im Jönköping ![]()
Tack, Jönköping! (Danke, Jönköping!)


