Unser heutiger Ausflug führte uns zur Konditorei Hanauer. Das Gebäude war von 1963-1969 ein Kino, dann eine Billa-Filiale mit Lager. Seit ca. 20 Jahren hat die Firma Hanauer ihren Produktionsstandort vom 17. Bezirk hierher verlegt und wieder ein Kino der besonderen Art daraus gemacht, das sich bis heute gehalten hat. Im Kino wurde uns ein Film über Schokolade gezeigt. Die Kakaobohnen stammen aus Kuba, Südamerika, Afrika, Madagaskar und anderen Regionen nahe des Äquators. Wichtige Kakaosorten sind: Criollo, Forastero und Trinitario.

Die große Kakaofrucht wächst auf dicken Stämmen von Bäumen, die 25m hoch werden können. Die Früchte werden mit einer Sichel ab- und auseinandergeschnitten. Dann wird das Fruchtfleisch, das wie Litschis aussieht rausgenommen und in einen Behälter zum Fermentieren gegeben. Durch diesen Gärvorgang löst sich die litschiartige Schutzschicht von den Kakaosamen selbst ab. Die Samen werden dann getrocknet, geröstet und zerstoßen. So entstehen die Kakaonibs. Diese werden so lange vermahlen, bis eine Creme entsteht. Schokolade entsteht durch die Zugabe von Zucker und Milchpulver und dem Konchiervorgang, bei dem die Schokoladenmasse ständig bewegt wird.

Nach der Filmvorführung haben wir Schokolade abgezapft, in Formen gefüllt und auf einen Zug gestellt. Dieser Zug hat unsere Schokoladetafeln in die Kühlung gefahren und ein weiterer Zug hat uns eine Auswahl an vielen Schokoladen zum Verkosten gebracht. Danach haben wir Kürbiskerne mit Zucker geröstet um eine Grillage zu erhalten. Gleichzeitig haben wir Zucker karamellisiert, den wir mit Wasser abgelöscht und Bio-Balsamicoessig zugegeben haben. Im Anschluss daran haben wir Dörrzwetschken und Slivovitz zugegeben. Durch die Zugabe von Schokolade und das Pürieren entstand eine feine Ganache, die wir zum Abkühlen beiseite stellten. In der Zwischenzeit haben wir die Plastikformen mit der temperierten Schokolade ausgeschlagen und mit der Zwetschkencanache gefüllt und wieder mit einer dünnen Schokoladenschicht abgedeckelt. Für die Pralinen haben wir Gianduja-Nougat mit weißer Schokolade und dem zerkleinerten Kürbiskernkrokant vermengt. Diese Fülle haben wir in fertige Trüffelhohlkörper gefüllt, diese mit Schokolade verschlossen, getunkt und verziert. Unsere zubereiteten Köstlichkeiten konnten wir in Säckchen verpacken und mit nach Hause nehmen.